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Ruhr Nachrichten vom 30.04.2010, auf der Homepage seit dem 30.04.2010

Gerichtsurteil folgt erstem Spatenstich

Autobahnanschlussstelle Stahlhausen

BOCHUM Der Verdacht des Wahlkampfes lag auf der Hand. Die Bauarbeiten für den Ausbau der Autobahnanschlussstelle Stahlhausen sind in vollem Gang, doch wenige Tage vor der Wahl fand der 1. Spatenstich mit hochrangigen Vertretern von Bund und Land statt. Staatssekretär Enak Ferlemann aus dem Berliner Verkehrsministerium ging deshalb gleich in die Offensive. Nein, es gehe bei diesem Termin natürlich nicht um Wahlkampf, sondern um ein wichtiges Verkehrsprojekt.

Gleichwohl äußerte er die Hoffnung, dass bei der Fertigstellung des gut 71 Millionen Euro teuren Bauvorhabens Lutz Lienenkämper noch Bau- und Verkehrsminister in NRW sei. Lienenkämper, eingerahmt von führenden Politikern der Bochumer CDU, nahm die Äußerung mit sichtbarer Freude zu Kenntnis. Später sollte er für die Unterstützung des Bundes bei der Umsetzung des Vorhabens ausdrücklich danken.

Nach Jahren des erbitterten Streites gab es in der Sache selbst gestern keinen Dissenz. Zumindest wurde er nicht öffentlich vorgetragen. Die Bürgerinitiative Bochum gegen die DüBoDo blieb der Veranstaltung fern, meldete sich aber mit einer Pressemitteilung zu Wort. Darin stand u. a.: „Die Mitglieder der Bürgerinitiative können der Einladung leider nicht folgen. Sie müssen arbeiten.“ Zugleich verwiesen sie auf einen noch ausstehenden Gerichtsentscheid.

„Bochumer Lösung“

In drei Wochen geht es um die so genannte Bochumer Lösung, dem Neubau der Querspange A44 als Verbindung zwischen dem Bochumer Außenring (Nordhausen- Ring) und dem Autobahnkreuz Bochum/Witten (A43/ A44) mit dem Straßen.NRW ebenfalls „in Kürze“ beginnen will. Im Zuge des Ausbaus wird der Donezk-Ring direkt an die A 40 angeschlossen. Ein Projekt, das die BI verhindern will. Egal wer dann das Verkehrsministerium leitet.

Thomas.Aschwer@ruhrnachrichten.de

Ruhr Nachrichten, 30. April 2010


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