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Ruhr Nachrichten vom 28.03.2008, auf der Homepage seit dem 28.03.2008

Schienen weg für A 44-Bau?

DüBoDo-lnitiative sieht schon Fakten geschaffen / Keiner will zuständig sein

STEINKUHL • Obwohl die Klagefrist gegen den Planfeststellungsbeschluss für den Weiterbau der A 44 (DüBoDo) zwischen Universitätsstraße und Schattbachstraße noch läuft, scheinen schon erste Bauvorbereitungen getroffen worden zu sein. „In  Steinkuhl  sind  bereits Bagger im Einsatz," beklagt Wolfgang    Czapracki-Mohnhaupt, Sprecher der Bürgerinitiative gegen die DüBoDo. Die zwischen Steinkuhlstraße und Universitätsstraße, südlich   des   Außenrings   (hier sind  die  Lärmschutzwände für die Opel-Querspange geplant), verlaufenden Güterbahnschienen seien nach den Ostertagen ausgehoben worden und würden offenbar zum Abtransport vorbereitet, teilte Czapracki-Mohnhaupt am Donnerstag mit. Die Bürgerinitiative schließt eine der inzwischen gängigen „Gleis-klau-Aktionen" aus. Sie geht davon aus, dass die Bagger zum A 44-DüBoDo-Weiterbau rollen.

Der Landesbetrieb Straßenbau Bochum habe auf telefonische Anfrage der Bürgerinitiative erklärt, keine Arbeiten in Auftrag gegeben zu haben. Wer aus welchem Grunde die Schienen entfernt hat, sei im Landesbetrieb nicht bekannt, so der Bl-Sprecher. Verkehrsplanungsamt und Tiefbauamt der Stadt Bochum konnten nach seinen Angaben auf telefonische Anfrage auch nicht klären, wer die Arbeiten veranlasst haben könnte.

Klage kostet Geld

Um die Aufnahme von Bauarbeiten und die Umsetzung des Planfeststellungsbeschlusses insgesamt zu verhindern, hat die Bürgerinitiative mittlerweile einen Kreis von zehn bis 15 Personen gewinnen können, die mit Rechtsanwalt Robbers aus Bielefeld Klage gegen den A 44-Weiterbau vor dem Bundesverwaltungsgericht erheben wollen (wir berichteten). Die Klageschrift ist in Arbeit. Zwar sind nach der mit ca. 130  betroffenen  Bürger/innen sehr gut besuchten Informationsveranstaltung der Bürgerinitiative Mitte März schon viele Spenden im Klagefond der Bürgerinitiative eingegangen, so dass die Kosten für die Einreichung der Klage gedeckt sind. Der Erfolg der Klage, so Czapracki-Mohnhaupt, „hängt aber auch davon ab, welche Gelder im laufenden Klageverfahren noch für Gutachten etc. zur Verfügung stehen werden." Deshalb wird noch um Spenden gebeten. • stö

Bürgerinitiative Bochum gegen die DüBoDo, Kto.-Nr. 27 25 32 00, GLS Gemeinschaftsbank Bochum eG, BLZ 430 609 67, Verwendungszweck: „Klagen"

Ruhr Nachrichten, 28.01.2008


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