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Ruhr Nachrichten / WAZ vom 27.04.2010, auf der Homepage seit dem 27.04.2010

Spatenstich für umkämpftes Teilstück

Zehn Kilometer der „Dü-Bo-Do“ A 44

Heiligenhaus 40 Jahre nach dem Planungsbeginn haben gestern die Bauarbeiten für ein seit Jahrzehnten umkämpftes Autobahn-Teilstück bei Düsseldorf begonnen. 222 Millionen Euro sollen die zehn Kilometer der A 44 kosten, gab Bundesverkehrsminister Peter Ramsauer (CSU) bekannt. Die Autobahn zwischen Ratingen und Heiligenhaus soll die Ruhrgebiets-Autobahnen entlasten. Bürgerinitiativen bekämpfen die Trasse „Dü-Bo-Do“ (Düsseldorf-Bochum-Dortmund) seit vielen Jahren. Sie kritisierten den offiziellen Baubeginn als „Wahlkampf-Farce“. Es bestehe noch keineswegs Rechtssicherheit für das Vorhaben.

Zum Spatenanstich waren einige Gegner und Befürworter der Strecke erschienen. Nach den Berechnungen von Straßen.NRW werden in fünf Jahren auf der dann fertiggestellten, neuen Strecke täglich 36 000 Autos fahren. „Mit dem Lückenschluss der A 44 entlasten wir in Zukunft die Ortsdurchfahrten von Heiligenhaus, Homberg und Hösel gründlich. Dort wird sich für die Menschen die Lebensqualität erhöhen“, sagte NRW-Verkehrsminister Lutz Lienenkämper (CDU) gestern vor Ort.

Die neue Strecke soll das östliche Ruhrgebiet besser an die Rheinschiene anbinden. Auf Ratinger Stadtgebiet liegt die Trasse allerdings in einem Wasserschutzgebiet. Großer Kostenfaktor für den Bau ist die Errichtung von elf Brücken, darunter allein fünf Talbrücken. Alle Brückenbauwerke zusammen haben eine Gesamtlänge von fast 1,5 Kilometern, teilte der Landesstraßenbaubetrieb Straßen.NRW mit. dpa

Ruhr Nachrichten, 27. April 2010



Baustart für die A 44-Verlängerung


40 Jahre lang wurde die Trasse geplant und kritisiert. Nun soll sie die Region Niederberg näher an die Rheinschiene bringen

Von Sabine Kreimeier und Klaus Kahle

Kreis Mettinann.In Heiligenhaus griffen Bundesverkehrsminister Peter Ramsauer (CSU) und sein NRW-Kollege Lutz Lienenkämper (CDU) gestern zum Spaten: Symbolisch gaben sie den Weg frei für den Bau des A 44-Lückenschlusses zwischen Ratingen-Ost (A3) und Heiligenhaus-Hetterscheidt.

Das 222-Millionen-Euro-Projekt soll ab 2016 den Autobahnanschluss der Region Niederberg an die Rheinschiene gewährleisten.

40 Jahre lang war die Trasse geplant und oft verändert worden. Sie wurde kritisiert und gegen sie wurde prozessiert. 2009 hatte das Bundesverwaltungsgericht neun Klagen abgewiesen; mit dem zehnten Kläger, einem Ratinger Landwirt, einigte sich das Land außergerichtlich. Finanziell musste der Bund zuletzt noch einmal drauflegen: Rund 90 Millionen Euro teurer als erwartet wird das knapp zehn Kilometer lange Teilstück.

Dem Spatenstich blieben die Autobahngegner fern; Locker lassen will die Bürgerinitiative „Ratingen Heiligenhaus Velbert gegen die A 44/ DüBoDo“ aber nicht. Der Lärmschutz bleibe weiterhin ein Thema und die Gefährdung des Wasserschutzgebietes nördlich von Ratingen-Homberg.

Immerhin sollen rund 35 800 Fahrzeuge täglich über vier Spuren rollen.

WAZ, 27. April 2010


 


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