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Westfälische Rundschau vom 27.03.2007, auf der Homepage seit dem 27.03.2007

Hohe Feinstaub-Konzentration durch Ostwind

Dortmund (ots) - Recklinghausen. Eine außergewöhnliche Wetterlage hat am Wochenende dafür gesorgt, dass fast an allen Messstationen in NRW die Grenzwerte für Feinstaub überschritten wurden. Das berichtet die Westfälische Rundschau, Dortmund (Dienstagsausgabe).

Die Stäube seien aus Osteuropa nach Deutschland vorgedrungen, erklärte das Landesumweltamt gestern. Ursache sei eine Hochdruckwetterlage mit Ostwind und einer "großräumigen Absinkbewegung" gewesen. Dies habe den Transport von Feinstäuben  begünstigt. "So etwas kommt nur äußerst selten vor", erklärte eine Sprecherin des Landesumweltamtes. Woher die Stäube stammen, blieb  gestern unklar. Der zulässige Tagesmittelwert von 50 Mikrogramm pro Kubikmeter wurde an einzelnen Stationen um das Zweieinhalbfache überschritten.

Gesundheitsgefahr schloss das Landesumweltamt aus. Erst bei  Dauerbelastungen erhöhe sich das Risiko für Atemwegserkrankungen.

Eine EU-Regelung erlaubt 35 Überschreitungen von 50 Mikrogramm  Feinstaub-Partikel pro Kubikmeter Luft. Das feuchte Wetter hatte dazu geführt, dass die Zahl der Grenzwert-Überschreitungen in NRW zuletzt rückläufig war.

Ungeachtet dieser Entwicklung kündigte die Bezirksregierung an, ihren Alternativvorschlag für die Einführung einer Umweltzone im Revier noch vor Ostern vorstellen zu wollen. Regierungspräsident Helmut Diegel hatte sich zuletzt gegen eine vom Landesumweltamt  vorgelegte Machbarkeitsstudie gestellt.

Westfälische Rundschau, 27. März 2007


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