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Ruhr Nachrichten vom 26.04.2007, auf der Homepage seit dem 26.04.2007

Jede Menge Feinstaub im Ruhrgebiet

Infoabend zum Thema im Umweltzentrum

Bochum • Wie gefährlich ist Feinstaub? Wie hoch sind die Belastungen im Ruhrgebiet? Ist eine regionale Umweltzone sinnvoll? Welche Fahrzeuge sind besonders gefährlich?

„Feinstaub und Verkehr“ -das sind die Schlagworte hinter diesen Fragen. Der Arbeitskreis Verkehr der Bochum-Agenda 21 veranstaltete zusammen mit dem Verkehrsclub Deutschland (VCD) am Dienstagabend im Umweltzentrum an der Alsenstraße einen Infoabend zum Thema.

Dr. Wilhelm Kappert vom Landesumweltamt war dabei der Experte zum Thema Feinstaub und Sandra Bruns und Jürgen Böttcher von der BOGESTRA erzählten, wie dort bei den Fahrzeugen versucht wird, die Luft möglichst rein zu halten.

„Feinstaub wird über die Größe der Schmutzpartikel definiert“, begann Messtechniker Wilhelm Kappert. „Und je kleiner diese sind, desto schneller können sie in den Atemtrakt vordringen.“ Feinstaub entstehe vor allem durch Fahrzeuge und Industrie. „Und da haben wir im Ruhrgebiet natürlich eine hohe Grundbelastung. Auch die zugelassenen Überschreitungen für Stickoxid-Werte werden meist nicht eingehalten“, so Wilhelm Kappert. In Bochum steht an der Herner Straße seit Mitte Januar ein Messgerät für Feinstaub.

„Wie meist bei stark befahrenen Straßen macht der Anteil der Partikel, die durch Fahrzeuge entstehen, etwa 50 Prozent aus, das meiste kommt von den LKWs.“ In Essen gibt es für sie an einigen Stellen schon ein Fahrverbot zu bestimmten Zeiten. Solche Maßnahmen auszuweiten sieht auch der Vorschlag des Regionalverbandes Ruhrgebiet (RVR) vor, der eine regionale Umweltzone im Ruhrgebiet einführen will. „Eine weitere Möglichkeit wäre, die Fahrzeuge umweltfreundlicher zu machen“.

Fahrverbot

Jürgen Böttcher, Leiter der Kfz-Werkstätten bei der BO-GESTRA in Gelsenkirchen, berichtete, wie das gehen könnte. „2015 sollen rund 200 unserer 250 Busse den Euro 5-Motor, also den modernsten eingebaut haben“, sagte er. „Nach den Sommerferien bekommen wir außerdem unser erstes umweltfreundliches Hybridfahrzeug.“ Öffentliche Verkehrsmittel machen etwa drei bis vier Prozent des Feinstaubgehaltes in der Luft aus. • cu

Ruhr Nachrichten, 26. April 2007


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