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Ruhr Nachrichten vom 24.10.2006, auf der Homepage seit dem 24.10.2006

EU-Staaten schärfer gegen Feinstaub

Grenzwerte sollen bis 2015 sinken

Luxemburg Bis zum Jahr 2015 sollen in der Europäischen Union die Grenzwerte für gesundheitsschädliche Feinstäube in der Luft verschärft werden. Die 25 EU-Staaten beschlossen gestern in Luxemburg eine entsprechende Richtlinie, auf die sie sich im Juni schon weitgehend verständigt hatten (wir berichteten). Änderungen durch das Europa­parlament in erster Lesung blieben unberücksichtigt. Die Abgeordneten hatten Vorschriften teils verschärft, teils gelockert. Im weiteren Gesetzgebungsverfahren droht deshalb Streit mit dem Ministerrat. Vermutlich unter der deutschen EU-Ratspräsidentschaft im ersten Halbjahr 2007 muss dann ein Kompromiss gefunden werden.

Bei Feinstaub handelt es sich um Partikel, die Gesundheitsschäden auslösen können. Die Kommission erwartet, dass durch eine weitere Verschärfung die Zahl der Todesfälle durch Luftverschmutzung von jährlich 370 000 auf 230 000 sinken kann. Die Niederlande und Polen lehnten die Richtlinie als zu scharf ab, wie es aus den Delegationen hieß. Schweden hingegen war sie nicht scharf genug. dpa

Ruhr Nachrichten, 24. Oktober 2006


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