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Ruhr Nachrichten vom 22.09.2005, auf der Homepage seit dem 22.09.2005

EU zu Feinstaub: Luftige Strategie

Längere Übergangsfristen angedacht

Brüssel • Etwas halbherzig kommt die Strategie zur Verbesserung der Luftqualität daher, die die EU-Kommission gestern in Brüssel vorgestellt hat. Einerseits will die Behörde bis 2020 rund sieben Milliarden Euro in ein ganzes Paket von Initiativen investieren. Andererseits soll die Reglementierung für die Fein-staub-Emmission gelockert werden. Städte, die die Grenzen zu oft überschreiten, sollen nämlich nicht einfach abgestraft werden.

„Wir müssen uns vorher ganz genau anschauen, wo die Staubpartikel herkommen und welche Maßnahmen dagegen ergriffen worden sind“, sagte der zuständige EU-Kommissar Stavros Dimas. Wenn die Mitgliedsstaaten nachweisen können, dass sie alles tun, um den Feinstaub einzudämmen, sollen sie von längeren Übergangsfristen profitieren.

Die Kommission will außerdem alle bestehenden Richtlinien zur Luftqualität straffen und zu einer Richtlinie zusammen fassen. In dieser sollen neue, strengere Grenzwerte für den Feinstaub festgelegt und auch Maßnahmen für Land- und Forstwirtschaft einbezogen werden.

Mit dieser Strategie will die EU-Kommission erreichen, die Zahl der Todesfälle durch Luftverschmutzung bis 2020 um 40 Prozent zu senken. Jetzt müssen die Mitgliedsstaaten dem Vorschlag noch zustimmen. • Ruth Reichstein

Ruhr Nachrichten, 22. September 2005


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