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WAZ vom 22.04.2005, auf der Homepage seit dem 22.04.3005

Rat gibt grünes Licht für Etat und Westkreuz

Aber mit wechselnden Mehrheiten

Von Rolf Hartmann

Nach ausführlichen Reden aller sieben Fraktionen hat der Rat am Donnerstag den Etat 2005 verabschiedet. Außerdem gab er grünes Licht für den sechsstreifigen Ausbau der A 40 und für die Errichtung des Westkreuzes, das die A 40 direkt mit dem Donezk-Ring verbinden soll.

Zum Auftakt der langen Sitzung wurde zunächst Dr. Manfred Busch aus Wesel zum neuen Kämmerer gewählt. Nach seiner Vereidigung tritt er die Dezernentenstelle Anfang Juni an. Die Position war seit der Wahl der Kämmerin Ottilie Scholz zur Oberbürgermeisterin vakant und wurde vom Wirtschaftsdezernenten Paul Aschenbrenner zusätzlich geschultert.

Bevor die Abstimmung über den Ausbau der A 40 im Bereich Stahlhausen und die Errichtung des Westkreuzes an dieser Stelle erfolgte, trug Friedrich Ewen von der „Bürgerinitiative Bochum gegen die die DBoDo" die Bedenken gegen die Verbreiterung der A40 vor, vor allem, was die dann zusätzliche Belastung durch Staub und Lärm betrifft.

Auch Samir Khayat von den Grünen warnte vor Emissionsgefahren: Nach Ausbau der A 40 werde der Lkw-Verkehr um vierzig Prozent anschwellen. So werde der Eindruck zementiert, „im Ruhrpott ist für alle Dieselstinker alles in Ordnung". Experten schätzen, dass die künftige Verkehrsbelastung dann auf 122 000 Autos pro Tag ansteigt.

Ablehnende Stimmen gab es auch von FDP, Sozialer Liste und PDS. Bedenken äußerte auch die UWG, ihr kamen einige Zahlen nicht seriös vor. Sie sprach sich aber dennoch für den Ausbau aus, weil die „Ostwestachse Kernstück der Infrastruktur des Reviers" sei.

CDU und SPD waren sich einig und stimmten komplett für diesen Teil der„Bochumer Lösung", die eine direkte Verbindung über den Außenring über die künftige „Opel-Querspange" bis zur A 44 (DüBoDo) schaffen wird. Stadtbaurat Martin zur Nedden stellte dar, dass eine Reihe Maßnahmen zum Schutz der Anwohner nötig seien, etwa geräuschmindernder Fahrbahnbelag, Vorschirme an den Lärmschutzwänden oder Einhausung.

Bedenken gegen den Ausbau der A 40 in Stahlhausen trug Friedrich Ewen von der Bl gegen die DüBoDo vor. WAZ-Bild: M. Korte

WAZ, 22. April 2005


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