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Ruhr Nachrichten vom 22.03.2007, auf der Homepage seit dem 22.03.2007

Kultur 2010 nur auf Schmalspur

„Bochumer Lösung“ erst 2011 fertig

Wattenscheid • Beim Städte-Hopping zur Kulturhauptstadt 2010 zwischen Essen und Dortmund werden sich motorisierte Besucher noch durch eine lange Baustelle auf der A 40 quälen müssen: Wohl erst 2011 wird der sechsspurige Ausbau zwischen Dückerweg und Stadtgrenze Essen abgeschlossen sein. Das teilte die Stadtverwaltung im Ausschuss für Stadtentwicklung und Verkehr mit.

Wegen der vielen Einwendungen gegen die „Bochumer Lösung“ (A 40/ Westkreuz und Opel-Querspange) hat sich das 2002 eröffnete Planverfahren um Jahre verzögert. Jetzt sind erste Vorarbeiten (Rodungen an der A 40, Regenrückhaltebecken in Leithe) angelaufen. Der Baubeginn lässt aber noch auf sich warten, obwohl die Klage der Ausbau-Gegner keine aufschiebende Wirkung hat.

Ein möglicher Grund: Die Kostenteilung zwischen dem Bund und der Stadt beim Westkreuz ist bislang nicht entschieden. Die Verwaltung hat unter der Voraussetzung der Aufstufung des Außenrings eine ne.ue Kostenberechnung aufgestellt und dem Landesbetrieb Straße zur Weiterleitung an den Bund vorgelegt. Danach belaufen sich die Gesamtkosten auf über 71 Mio. Euro, von denen die Stadt 6,4 Mio. übernehmen will.

Bei der Querspange (A 44 -Nordhausen-Ring) wird mit dem Planfeststellungsbeschluss noch in der ersten Jahreshälfte gerechnet. Bestandteil des Gesamtkonzepts ist die Aufstufung des Außenring zwischen A 40 und A 44 zur Bundesautobahn. Ein Antrag an den Bundesverkehrsminister ist gestellt.

Für die Stadt ist diese Aufstufung insofern von Bedeutung, als ihre Baulastträgerschaft für den Donezk- und Oviedo-Ring dann in die Trägerschaft des Bundes übergehen würde. Der Sheffield-und Nordhausen-Ring steht dagegen in Trägerschaft des Landes.

Joachim Stöwer

Ruhr Nachrichten, 22. März 2007


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