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WAZ vom 19.05.2007, auf der Homepage seit dem 19.05.2007

BOCHUM

A 40: Heute Nacht Vollsperrung

Von 24 bis 4.30 Uhr zwischen Essen-Kray und Wattenscheid-West. Dann wird die Hohenstein-Brücke in Leithe abgerissen. Pro-Grün bleibt dabei: Der 6-streifige Ausbau der A 40 muss verdeckeit werden

Von Rolf Hartmann

Achtung Autofahrer: Heute Nacht zerpflückt ein Autokran die alte Hohenstein-Brücke in Wattenscheid-Leithe. Deshalb herrscht Vollsperrung auf der A 40 von 24 bis 4.30 Uhr (Samstag auf Sonntag) zwischen den Anschlussstellen Essen-Kray und Wattenscheid-West.

Das ist, wie berichtet, der Auftakt zum 6-streifigen Ausbau der A 40 zwischen Gelsenkirchen und Stahlhausen, wo außerdem das Autobahn-„Westkreuz" mit Direktanbindung zum Bochumer Außenring entstehen soll.

Bevor im Frühjahr 2008 der eigentliche Ausbau auf der Südfahrbahn beginnt, wird die Nordfahrbahn der A 40 in Wattenscheid zwischen Juli und September 2007 für etwa 2,5 Mio Euro so hergerichtet, dass sie insgesamt vier verengte Fahrbahnspuren für den Verkehr in beiden Richtungen aufnehmen kann.

Für die Gegner des Autobahnausbaus ist der Spatz allerdings noch längst nicht geröstet: Sie verweisen auf Einsprüche, die beim Oberverwaltungsgericht Münster noch anhängig sind. Dass gleichwohl mit den Arbeiten begonnen wird, ist daher zumindest für die PDS Bochum „ein Stück aus dem Tollhaus".

Von Anwohnern wird befürchtet, dass der Verkehr auf der A 40 - zur Zeit 100 000 Autos pro Tag - nach dem Ausbau erheblich zunimmt - mit entsprechenden Lärm-, Abgas- und Staubfolgen.

Den „offiziellen Spatenstich" am letzten Mittwoch nutzte auch Hermann Schweihs vom gemeinnützigen Grünflächenverein Pro Grün. Auge in Auge mit Oliver Wittke appellierte er an den Landesverkehrsminister, beim Bau der Schallschutzwände darauf zu achten, dass eine Verdeckelung später noch möglich ist. Wittke: „Das geht nicht. Das wird sonst deutlich teurer." Der Bund zahle nur die jetzt geplante Lösung: „Sonst zahlen die nichts."

Pro Grün-Chef Schweihs will gleichwohl auf der Tunnellösung beharren, einen Offenen Brief an Wittke schreiben und sich an das Bundesverkehrsministerium wenden. Getreu dem Motto, das sich Pro Grün bei der Gündung 1968 auch im Hinblick auf vermeidbare Straßenschluchten gegeben hatte: „Das Ruhrgebiet so gestalten, dass man menschenwürdig leben kann."

WAZ, 19. Mai 2007

 


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