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Leserbrief Ruhr Nachrichten vom 19.04.2005, auf der Homepage seit dem 19.04.2005

Wo sind die Experten?

Zum Bericht „Kostet Einhausung der A 40 die Stadt 40 Mio. Euro?" erhielten wir folgende Zuschrift:

Autobahnbau ist Sache des Bundesverkehrsministeriums. Dies stellte z. B. die A 40 in den „vordringlichen Bedarf“ ein. Wenn nun Kosten von der Stadt Bochum für eine Einhausung getragen werden müssten, so ist das unrichtig.

Das Beispiel einer Tunnellösung (Zusammenführung von ehemals getrennten Stadtteilen) in Gelsenkirchen an der A 2 zeigt dies. Hier wollte die Stadt Gelsenkirchen ein städtebauliches Ziel erreichen. Durch Zuschüsse aus anderen öffentlichen Töpfen verblieben der Stadt Gelsenkirchen nur die Kosten der Beleuchtung, bei gleichzeitiger Verbesserung des Stadtquartiers.

In Bochum stellt sich die Situation aber anders dar. Hier werden Grenzwerte überschritten, dies hat bekanntermaßen gravierende gesundheitliche Folgen. Zum Schutz der Anlieger hat die Stadt Bochum die Möglichkeit, dem so geplanten Ausbau nicht zuzustimmen und die Planungen tatsächlich fachkundig zu beurteilen.

Aus der Nichteinhaltung von Grenzwerten ergeben sich Verpflichtungen des Bundesverkehrsministeriums, die nicht zu Lasten der Stadt Bochum gehen. Es ist aus meiner Sicht beschämend, dass eine derart fehlerhafte Planung mittels Vorlage den Ausschüssen zur Entscheidung vorgelegt wird. In Bezug auf Feinstäube und die gesundheitlichen und rechtlichen Aspekte hat doch kürzlich Ratsfrau Schmück-Glock einen Fachmann für die Verwaltung gefordert. Ich frage mich nun, wer hat denn diese vorgelegte Beurteilung vorgenommen? Einem Experten wären die zahlreichen Fehler des Landesbetriebes Straßenbau aufgefallen.

Werner Dechardt, Buschstraße 13 a


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