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Ruhr Nachrichten vom 18.07.2007, auf der Homepage seit dem 18.07.2007

Feinstaub lässt Gefäße verkalken

Studie mit Bochumern: Starkes Risiko

Bochum • Die Befürworter von Aktions- und Luftreinhalteplänen in Sachen Feinstaub haben Auftrieb bekommen: In einer Risikostudie warnen Wissenschaftlern der Universitäten Duisburg/Essen und Düsseldorf vor den Gefahren für das Herz-Kreislaufsystem.

Sie hatten dazu seit dem Jahr 2000 über 4800 Männer und Frauen im Alter von 45 bis 74 Jahren aus Essen, Mülheim und Bochum nach dem Zufallsprinzip ausgewählt und jährlich auf Herzkranzgefäßverkalkung untersucht. Mit einem erschreckenden Resultat: Statistisch gesehen liegt das Risiko für Gefäßverkalkungen bei Anwohnern im Abstand bis zu 50 Metern von einer Autobahn oder Bundesstraße um 63 Prozent höher als normal. Das Gefährdungspotenzial sinkt auf plus 34 Prozent beim Abstand von 100 Metern und ist ab einer Entfernung von 200 Metern nicht mehr messbar.

Unter Feinstaub-Belastung leiden in Bochum vor allem Anwohner an der stark befahrenen A 40, am Autobahnkreuz in Grumme, aber auch an vielen innerstädtischen Straßen, wie dem Innenring und vor allem der Herner Straße, wo schon absehbar ist, dass die EU-Grenzwerte in diesem Jahr überschritten werden (wir berichteten). Den Bürgern steht jetzt schon ein Klagerecht auf Schutzmaßnahmen zu. stö

Ruhr Nachrichten, 18. Juli 2007


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