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Ruhr Nachrichten vom 17.05.2007, auf der Homepage seit dem 17.05.2007

Spatenstich durch Stau verspätet

An der Hohensteinbrücke gab Minister Wittke den Startschuss zum A 40-Ausbau, begleitet von Protesten

WATTENSCHEID - Oliver Wittke verspätete sich um 20 Minuten - „wäre die A40 jetzt schon durchgängig sechsspurig, wäre ich pünktlich gewesen“, versicherte der NRW-Verkehrsminister.

So hatte er Pech beim ersten Spatenstich zur Erweiterung des „Ruhrschnellwegs“ zwischen Stahlhausen und Gelsenkirchen auf sechs Spuren, der zuerst die Hohensteinbrücke zum Opfer fiel - denn kaum war das Mikrofon eingeschaltet, löste ein Platzregen den Sonnenschein ab.

Böses Omen? Nicht für Wittke, trotz der anhängigen Klage gegen den Planfeststellungsbeschluss (wir berichteten gestern ausführlich). „Der Ausbau dient auch den Menschen und entlastet die Stadtstraßen vom Durchgangsverkehr,“ ist der Minister vom Projekt „Bochumer Lösung“ überzeugt, das vor über zehn Jahren Wolfgang Clement und Norbert Lammert eingefädelt hatten.

„Nur eine Minderheit“

Sein Hinweis auf die Geschichte verstärkte allerdings noch den Lärm der Hörner und Tröten von rund drei Dutzend Protestlern, die ihm anschließend einen Gummireifen, geschmückt mit Grün und Schleife, vor die Füße legten: „Das ist der Kranz für das Millionengrab“, sind die Initiativen vom Erfolg ihrer Klage beim OVG Münster überzeugt - wegen Überschreitung der Grenzwerte beim Lärm und bei den Luftschadstoffen.

Gerade die sollen sich aber durch den Ausbau verringern, versicherte zuvor H. F. Austmeyer, Geschäftsführer von Straßen.NRW. Er sieht einen flüssigeren Verkehr mit weniger Staus voraus; sein Motto „breiter, schneller, weiter.“ Das sei ein guter Tag für Bochum, Wattenscheid und das Ruhrgebiet. Schließlich wünschten die meisten Menschen die Beseitigung dieses Engpasses - „die Protestler sind nur eine Minderheit“, bekräftigte Wittke. Und Staatssekretär Achim Großmann vom Bundesverkehrsministerium denkt auch an die Wirtschaft: „Wir brauchen diese Verbesserung Verkehrsinfrastruktur, um den Standort zu stärken. Das dient auch den Menschen im Revier.“ - Joachim Stöwer

Ruhr Nachrichten, 17. Mai 2007


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