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Ruhr Nachrichten vom 16.10.2007, auf der Homepage seit dem 16.10.2007

Ampelkarte gibt den Weg vor

Umweltzonen-Pläne für das Ruhrgebiet

Dortmund Köln ist der Vorreiter. Ab Januar nächsten Jahres ist die Innenstadt dort für Autos ohne grüne oder gelbe Schadstoffplakette tabu. Das Ruhrgebiet soll spätestens ein Jahr später folgen - allerdings nicht mit einer flächendeckenden Zone, sondern einem Netz verschiedener Umweltzonen.

Darauf laufen nach Informationen unserer Zeitung die aktuellen Überlegungen der drei zuständigen Bezirksregierungen in Düsseldorf, Münster und Arnsberg hinaus. Die auch rechtlich verwertbare Basis liefert eine so genannte Ampelkarte des Landesamtes für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz (LANUV), die die kritischen Bereiche mit erhöhter Feinstaub und Stickoxid-Belastung in den Städten des Ruhrgebiets mit grünen, gelben und roten Zonen markiert. Am stärksten betroffen vom Feinstaub-Problem sind demnach Duisburg und Essen. Aber auch in Dortmund, Bochum oder Gelsenkirchen gibt es mehrere kritische Straßenbereiche, die nun zu großflächigen Umweltzonen werden könnten.

Es habe sich gezeigt, „dass nicht nur einzelne wenige Straßenabschnitte im Ruhrgebiet, sondern ganze Straßennetze aufgrund der Belastung bei der Maßnahmenplanung zu berücksichtigen sind“, fasst das LANUV die Ergebnisse der Modellrechnungen zusammen. Auch das Umweltministerium drängt auf möglichst großflächige Lösungen. „Der Minister will keinen Flickenteppich“, betonte ein Sprecher des Ministeriums auf Anfrage.

Umdenken muss damit vor allem der Arnsberger Regierungspräsident Helmut Diegel, der bislang großräumige Umweltzonen-Regelungen abgelehnt hat. Mit der Folge, dass in Dortmund ab Anfang 2008 ein Straßenstück von 300 Metern Länge zur „Mini-Umweltzone“ mit Plakettenpflicht wird.

Im Ministerium bastelt man aber auch schon an Ausnahmeregelungen für die Umweltzonen. So soll es für Anwohner und Nutzfahrzeuge zeitliche Übergangsfristen und eine Härtefall-Regelung geben. Oliver Volmerich

www.lanuv.nrw.de


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