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WAZ vom 13.02.2008, auf der Homepage seit dem 14.02.2008

Ausbau A 40

80.000 Quadratmeter Grün sind verschwunden

Von Sabine Vogt

Bochum. Ein Sichtbares Zeichen für den sechsspurigen Ausbau der A40 ist die Rodung der Böschungen: 80.000 Quadratmeter Grün sind verschwunden.

Pendler auf der A 40 erleben bei Stahlhausen derzeit dramatische Veränderungen. Durch die Rodungen an den Böschungen eröffnet sich nun ein Blick weit ins Gelände. Immerhin sind bislang rund 80 000 Quadratmeter Grün abgeholzt worden, was nicht nur Naturschützer aufgebracht hat. 

Die Bäume mussten weichen als Vorbereitung für den sechsspurigen Ausbau der A 40 zwischen den Anschlussstellen Gelsenkirchen und Stahlhausen. Er ist Teil der so genannten Bochumer Lösung, zu der auch der Ausbau der Anschlussstelle Stahlhausen zum Westkreuz gehört – mit Verbindung zum Donezk-Ring. „Die Abrodungen am künftigen Westkreuz sind nahezu abgeschlossen. Es werden noch einige Bäume am Donezk-Ring gefällt sowie im Bereich zwischen Bahnhofstraße und Real in Wattenscheid”, erklärt Rolf Witte, Projektleiter für den Ausbau bei der Bochumer Regionalniederlassung von Straßen NRW. 

Der Bauabschnitt A betrifft zunächst nur Wattenscheider Gebiet, etwa 800 Meter vor der Bahnhofstraße. Abschnitt B reicht bis zur Walzwerkstraße, er soll bis 2010 andauern. Stahlhausen komplettiert die Maßnahme; dort will der Landesbetrieb in den nächsten zwei Jahren Leitungsverlegungen vorziehen, bevor das Kreuz entsteht.

Es müssen Versorgungsleitungen gelegt werden, etwa für die Emschergenossenschaft oder auch für Krupp. Im Herbst, so schätzt Witte, könnten die ersten eigentlichen Bauarbeiten beginnen. Autofahrer müssten auch dann keine erheblichen Beeinträchtigungen auf der ohnehin stauintensiven Strecke befürchten. „Das Baufeld liegt größtenteils außerhalb der Fahrbahnen; höchstens Standspuren werden genutzt, Anschlussstellen kurzfristig verlegt, mitunter fällt für ein paar Tage eine Fahrspur weg. Aber das Kreuz soll nie gesperrt werden.” 

Der Ausbau des Westkreuzes werde nicht vor 2010 erfolgen. Insgesamt wird sich die Autobahnverbreiterung bis 2012 hinziehen; die Baumaßnahme kostet ca. 99 Millionen Euro.

WAZ, 13. Februar 2008

 


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