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Ruhr Nachrichten vom 08.11.2007, auf der Homepage seit dem 08.11.2007

Bau schafft Stau

Nach A 40 will Straßen.NRW auch die A 43 auf sechs Spuren erweitern

BOCHUM • Auf Bochums Autobahnteilstücken muss man noch auf Jahre mit Baustellen-Staus rechnen. Nach der Verbreiterung des A 40 in Wattenscheid und dem Ausbau des Westkreuzes und der Querspange A 44/43 droht ab 2010/11 auch ein langer Engpass auf der A 43.

Der Landesbetrieb Straßen.NRW will das Teilstück zwischen Herten und dem Kreuz Bochum/Witten auf sechs Spuren erweitern. Das gab jetzt der Leiter der Regionalniederlassung Ruhr in Bochum, Michael Gebert, im Ausschuss für Stadtentwicklung und Verkehr bekannt.

Um das Chaos einzuschränken sind vier Bauabschnitte geplant. „Neuralgischer Punkt dabei ist das Autobahnkreuz Herne“, sagte Gebert, „deshalb wollen wir hier auch beginnen.“

Für die zwei südlichen Abschnitte sind Umweltverträglichkeitsprüfungen (UVP) geplant. Lärmschutz für die Bochumer Erholungsgebiete (Tippeisberg), die CDU-Fraktionsvorsitzender Lothar Gräfingholt nachfragte, seien dagegen nicht vorgesehen.

Das Projekt ist aber noch Zukunftsmusik und hängt auch von Prioritätenliste und finanziellen Zusagen ab. Zuvor ist die A 40 dran – und auch für die Opel-Querspange rechnet Gebert noch in diesem Jahr mit dem Planfeststellungsbeschluss - gegen den dann allerdings auch wieder Klagen erwartet werden, die aber - wie schon bei den ersten beiden Abschnitten der Bochumer Lösung -keine aufschiebende Wirkung haben dürften.

Kostastraße vorrangig

Auch Bochumer Landesstraßen stehen im Bedarfsplan ganz obenan. Der Ausbau des Munscheider Damms (1,6 Mio. Euro) könnte als nächste Maßnahme folgen; Gebert schätzt die Chancen für den Baubeginn 2008 auf 50 zu 50. Etwas teurer dürfte mit 6 bis 7 Mio. Euro der Ausbau der dreistreifige Kostastraße (L 705) mit Radweg zwischen Weitmar und Stiepel kommen (ab 2008). Die Anbindung an die Königsallee durch einen Kreisverkehr könnte 2010 anstehen.

Von den Ortsumgehungen der Castrop-Rauxeler Ortsteile Schwerin und Merklinde (L 654n) sollen auch Autofahrer aus dem Bochumer Norden profitieren. Hier steht die UVP schon nächstes Jahr an. Noch in weiter Ferne - weil auf Rang 16 der Bedarfsliste - liegt der Ausbau Sheffieldring/Opelring (Kosten: 3 Mio Euro.) • stö

Ruhr Nachrichten, 8. November 2007


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