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Ruhr Nachrichten vom 08.11.2006, auf der Homepage seit dem 08.11.2006

Neue Station misst Feinstaub in der Herner Straße

Screening: 22 Straßen über dem Grenzwert

Bochum - Grob geschätzt ist der Feinstaub (PM 10) dingfest gemacht. Er schwirrt überall durch die Luft, aber in 22 Straßen dürften die Grenzwerte für das Tagesmittel überschritten werden. Das hat das Grob-Screening ergeben, für das das Landesumweltamt (LUA) der Stadt Berechnungsparameter online zur Verfügung gestellt hat.

Die vermutlich am stärksten mit dem Lungengift belasteten Straßen liegen in der City (Innenring), an der Essener, Dorstener, Bochumer und Herner Straße. Letztere führt die Skala an, den höchsten Wert weist hier der Abschnitt zwischen A 40 und A 43 auf, den täglich einige hundert LKW als Abkürzung benutzen, wie die FDP schon vor Monaten kritisiert hat.

Wattenscheid belastet

Hier will das Landesumweltamt jetzt auch dem Problem auf den Grund gehen: Im Januar soll eine Messstation die Schätzungen des Screening-Verfahrens bestätigen - oder entkräften. Vorher tut sich nichts, denn, so erläuterte Umweltamtsleiter Gerd Zielinsky im Umweltausschuss: „Aktions- und Luftreinhaltepläne stellt der Regierungspräsident erst auf, wenn Messergebnisse vorliegen.“ Und das auch nur nach Prioritätenliste.

Die Planungen für andere Bochumer Areale sind allerdings noch unvollkommen, weil von der Stadt nur Straßenzüge in das Screening-Verfahren einbezogen werden können, die nicht direkt durch Abgase einer Autobahn belastet werden. Um solche Strecken kümmert sich das LUA selbst - und hat es auch schon getan: Danach liegen weite Teile Stahlhausens und Wattenscheids (auch die City und Höntrop) offensichtlich weit über den Grenzwerten für PM 10.

Nun heißt es erstmal abwarten, aber Zielinsky deutete auch an, „dass wir uns intern schon auf mögliche Verkehrsmaßnahmen vorbereiten.“ Offensiv will man in der Verwaltung das Feinstaub-Problem angehen - sogar „mit offenem Visier“ (so Auschussvorsitzender Samir Khayat). Was an Datenmaterial vorliegt, können die Bürger bei der Stadt abfragen. Oder auch im Internet beim LUA. - stö >>

Ruhr Nachrichten, 8. November 2006


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