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Ruhr Nachrichten vom 08.05.2002, auf der Homepage seit dem 08.05.2002

Bochumer Lösung verhindern

Gegen A 40-Ausbau

Wattenscheid • „Wir werden die Bochumer Lösung bis zum bitteren Ende verhindern", unterstrich Martin Lensing, Mitglied der „Bürgerinitiative Bochum gegen den Ausbau der DüBoDo", den Standpunkt seiner Organisation. Auch den Klageweg schloss er bei der Bürgerversammlung nicht aus. Die Belastungen der Umwelt und der Anwohner durch den Ausbau der A 40 seien zu extrem.

Die Veranstaltung im Berufskolleg an der Westenfelder Straße beleuchtete ausschließlich den Abschnitt zwischen der Stadtgrenze zu Essen und der Anschlussstelle Stahlhausen. Die Erweiterung von vier auf sechs Spuren soll der verkehrlichen Entlastung und der Senkung der Unfallzahlen dienen. Dabei wird ausschließlich in südliche Richtung gebaut, da dort weniger Wohn- sondern eher Industrie- und Gewerbeflächen betroffen sind. Die Tankstelle am Dückerweg fällt ersatzlos weg. Im Norden sind durchgängig sechs Meter hohe Lärmschutzwände geplant. Die Pläne können nur noch bis heute im Planungsamt im Rathaus an der Hans-Böckler-Straße eingesehen werden. Ein Betroffener beklagte die mangelnde Aktualität. Sein Haus sei nicht eingezeichnet. Friedhelm Emmerich, Lärmschutzexperte der Initiative, betonte, dass Schutzwände und so genannter Flüsterasphalt die Lärmbelästigung nur mäßig vermindere. Zudem würden die hohen Industriebauten im Süden den Lärm über die Schutzwand im Norden hinweg reflektieren.

Einwändungen gegen das Vorhaben sind ist Mittwoch, 5. Juni, beim Planungsamt möglich. Das kann sowohl eigenständig, als auch über die Bürgerinitiative geschehen. Klageberechtigt sind nachher aber nur unmittelbar Betroffene, also Haus- und Landbesitzer, begrenzt auch Mieter. • ros

Ruhr Nachrichten, 8. Mai 2002


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