zurück zur Pressearchiv-Seite
 zurück zur Aktuell-Seite

als PDF-Dokument herunterladen

Ruhr Nachrichten vom 08.04.2008, auf der Homepage seit dem 08.04.2008

Zwei Drittel leiden unter Straßenlärm

Gefahr von Gesundheitsschäden

Düsseldorf • Die Belastung durch Lärm wird im bevölkerungs- und verkehrsreichsten deutschen Bundesland Nordrhein-Westfalen als größte Umweltbeeinträchtigung empfunden.

Das berichtete Umweltminister Eckhard Uhlenberg (CDU) gestern bei der Vorstellung der ersten landesweiten systematischen Erfassung der Lärmbelastung in NRW. Danach leiden rund zwei Drittel der Bevölkerung unter Geräuschen, die der Straßenverkehr verursacht.

Bei 16 Prozent ist der Geräuschpegel so hoch, dass langfristig die Gefahr von Gesundheitsschäden besteht. Für NRW gilt dies insbesondere für die Bevölkerung in den zwölf städtischen Ballungsräumen des Ruhrgebiets - allerdings fehlen derzeit noch ausgerechnet die Daten aus den großen Ruhrgebietsstädten. „In ein bis zwei Monaten" sollten sie vorliegen, hieß es gestern aus dem Ministerium. Fertig kartiert sind Düsseldorf und Köln sowie 3600 Kilometer Autobahnen und Hauptverkehrsstraßen. Das Eisenbahnbundesamt wird die Geräuschemissionen durch die Schiene in Kürze vorlegen.

Anders als bei Feinstaub hat die Europäische Union beim Lärm keine Zielmarken festgelegt. „Der Bürger hat keinen Rechtsanspruch auf Maßnahmen", stellte Uhlenberg klar. Er sieht Handlungsbedarf bei Geräuschpegeln von 60 Dezibeln (dbA) in der Nacht und 70 tagsüber. Diese Werte werden nach Angaben von Lärmschutzexperten in NRW praktisch in Wohnungen an jeder Hauptverkehrsstraße in NRW erreicht. • mf

www.umgebungslaerm.nrw.de

Ruhr Nachrichten, 8. April 2008


 zum Seitenanfang
 zurück zur Pressearchiv-Seite