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WAZ vom 07.12.2009, auf der Homepage seit dem 08.12.2009

A 40

Autobahn-Ausbau wurde zu schnell fertig

Bochum/Essen. Die A 40 im Bochumer Westen ist bereits fünf Monate vor dem Termin sechsspurig. Aber Stau geplagten Pendlern hilft das zunächst nicht weiter.

Aus der Sicht des durchreisenden Autofahrers ist hier nur noch Kram zu machen: Lückenschluss im Lärmschutz, Einbau von Kunst, solche Sachen - ansonsten ist der erste sechsspurige Abschnitt der A 40 im Bochumer Westen fertig.

Sechsspurig fahren, also schneller voran kann man deshalb aber noch längst nicht, hier zwischen Bochum-Wattenscheid und Gelsenkirchen-Süd: Denn der anschließende Essener Bauabschnitt ist nicht fertig, ist noch vierspurig.

500 000 Euro Belohnung

„Sie sind wohl ein bisschen von uns überholt worden“, sagt Wolfgang Roberz, Abteilungsleiter in der Bochumer Niederlassung des Landesbetriebs „Straßen NRW“. Der motivierte die Baufirmen durch ein Belohnungssystem, eine Art Turboprämie: Jeder Tag, den sie früher fertig wurden als geplant, brachte ihnen tausende Euro ein. Das Ergebnis: Sie bekommen nun 500 000 Euro dafür, dass sie fünf Monate (!) schneller waren als vorgesehen.

Freilich haben die Fahrer auf der A 40 davon zunächst nichts: „Es ist immer schlecht, wenn man auf einem so kurzen Abschnitt auf drei Spuren freigibt und sofort wieder auf zwei Spuren einzieht“, sagt Roberz: „Für den Verkehrsfluss ist das nicht gut.“

Tempolimit 80 entfällt

Im Essener Bauabschnitt wird die Gelsenkirchener Kurve vergrößert und komplett verschoben auf eine neue Trasse, dann entfällt auch das Tempolimit 80. „Im dritten Quartal 2010“ seien die Arbeiten fertig, etwa im Spätsommer, sagt Roberz' Kollege Thomas Bonda in Essen; und dann würden beide Stücke zusammen sechsspurig freigegeben.

Was dann noch fehlt an der Verbreiterung, sind die beiden Bauabschnitte nach Bochum hinein: Abschnitt B bis kurz vor Stahlhausen und Abschnitt C, das anschließende neue Autobahnkreuz aus A 40 und der Stadtautobahn. Bisher war die Planung, dass all das fertig würde bis Ende 2012; indes arbeitet „Straßen NRW“ aus naheliegenden Gründen weiter mit der Turboprämie.

Und jetzt noch die schlechte heutige Nachricht von der A 40: Mit den sechs nutzbaren Spuren in Essen ist es vielleicht nicht allzuweit her. Denn ebenfalls 2010 beginnt dort die Verlegung der Ausfahrten Frillendorf, die alten werden geschlossen und neue gebaut - alles andere als Kram. Hubert Wolf und Rolf Schulte

WAZ Rhein-Ruhr, 07.Dezember 2009


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