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Ruhr Nachrichten / WAZ vom 05.04.2008, auf der Homepage seit dem 05.04.2008

Bedrohte Eisvögel

Initiative gegen die DüBoDo fordert Stopp der Entwaldung in Steinkuhl

STEINKUHL • Nach Entfernung der Schienen entlang der geplanten A 44 DüBo-Do-Trasse in Steinkuhl (wir berichteten) ist zwischen Universitätsstraße und Steinkuhlstraße eine Baumfällaktion angelaufen, die die Stadt Bochum für rund 300 000 Euro in Auftrag gegeben hat.

Mögliche Auswirkungen dieser Aktion auf die Klage gegen den A 40-DüBoDo-Wei-terbau in Steinkuhl lassen sich nach Einschätzung der Bürgerinitiative gegen die DüBoDo zurzeit noch nicht überblicken. Die Initiative hat gegen das Straßenbauvorhaben aber auch eingewandt, dass der in dem unmittelbar vor der ehemaligen Bahntrasse gelegenen Siepen heimische Eisvogel bedroht ist: „Für das Wohlbefinden des geschützten Tieres dürften die derzeitigen Arbeiten nicht förderlich sein.“

Kahlschlag wiederholt

Angesichts der Kahlschlagaktion an der Dinnendahl-Str. in Hofstede/Hordel befürchtet die Bürgerinitiative, dass auch entlang der geplanten A 44-DüBoDo-Trasse ähnliche Flächenbereinigung droht.

Bei dem hohen Kostenvolumen, so Bl-Sprecher Wolfgang Czapracki-Mohnhaupt, „muss davon ausgegangen werden, dass nicht nur einige Bäume der Säge zum Opfer fallen werden. Sollten die Arbeiten entlang der gesamten Trasse in dem Umfang durchgeführt werden, wie sie bereits an der Universitätsstraße eingeleitet worden sind, wird es in Steinkuhl schon bald aussehen wie an der A 40 in Stahlhausen nach der dortigen Abholzaktion des Landesbetriebs Straßenbau.“ Die Bürgerinitiative will deshalb verhindern, dass die Stadt erst im Nachhinein eine Bürgerversammlung über geplante Aufforstungsmaßnahmen durchführt.

Ihre Forderung deshalb:

● die Baumfällaktion sofort zu stoppen,

● die Steinkuhler Bürger vor Fortführung der Aktion über deren Ausmaß und Folgen zu informieren, und sie fragt:

● warum offensichtlich jahrelang keine Pflegeschnitte in diesem Bereich durchgeführt worden sind,

● warum bei angeblich zweimal jährlich durchzuführenden Baumbegehungen überhaupt eine Gefahr für die Fernwärmeleitung von Opel entstehen konnte

● warum die Baumfällaktion gerade zu Beginn der durch das Landschaftsgesetz NRW geschützten Brutperiode vom 1. März bis 30. September erfolgen muss. • stö

Ruhr Nachrichten, 5. April 2008

 

DüBoDo-Gegner sind wegen Baumfällaktion besorgt

Im Siepen an der Steinkuhlstraße sei der dort heimische Eisvogel bedroht.

Nachdem die Schienen entlang der geplanten A44-DüBo-Do-Trasse zwischen Universitätsstraße und Steinkuhlstraße entfernt worden sind, sei eine Baumfällaktion angelaufen, teilte Wolfgang Czapracki-Mohnhaupt, Sprecher der Bürgerinitiative „Bochum gegen die DüBoDo“ mit. Die Stadt habe die Baumfällaktion in Auftrag gegeben, die Kosten beliefen sich auf 300000 Euro. Gegen das Straßenbauvorhaben hat die Bürgerinitiative eingewandt, dass der - in dem unmittelbar vor der ehemaligen Bahntrasse gelegenen Siepen - heimische Eisvogel bedroht werde.

Angesichts der Baumfällaktion an der Dinnendahlstraße in Hofstede befürchten die Umweltschützer, dass auch entlang der geplanten A44-DüBoDo-Trasse Kahlschlag drohe. Darüber hinaus müsse davon ausgegangen werden, dass nicht nur einige Bäume der Säge zum Opfer fällen werden. Sollten die Arbeiten entlang der Trasse in dem Umfang durchgeführt werden, wie sie bereits an der Universitätsstraße eingeleitet worden seien,werde es in Lehmkuhl schon bald aussehen wie an der A40 in Stahlhausen. Die Bürgerinitiative wolle verhindern, dass das Grünflächenamt erst im Nachhinein eine Bürgerversammlung über geplante Aufforstungsmaßnahmen durchführe, so Czapracki.

WAZ, 5. April 2008


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