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Ruhr Nachrichten vom 04.05.2002, auf der Homepage seit dem 06.05.2002

Außenring Ende Juni frei von Baustellen

Noch sechs Kilometer Bohrlänge erforderlich

Noch arbeiten Bohr- und Verfülltrupps in drei Abschnitten auf beiden Seiten des Außenrings (Nordhausenring) zwischen Königsallee und Wittener Straße. Ende Juni spätestens rücken sie mit ihren Geräten ab, zuerst zwischen Opel-Ring und Wittener Straße. Abteilungsleiter Wolfgang Roberz in der Niederlassung Bochum des Landesbetriebs Straßenbau NRW ist zuversichtlich, dass der Termin eingehalten werden kann: „Wir haben das Packende erreicht."

Am 1. November vergangenen, Jahres begann die „erkundende Sanierung tagesnahen Bergbaus" und sollte in acht Wochen abgeschlossen sein. Grund dafür ist die Absicht, die Autobahn A 44 vom Autobahnkreuz Bochum/Witten westwärts („Querspange") am Opel-Werk vorbei zu verlängern, sie bis zur Universitätsstraße in den Außenring einzufädeln und den Außenring von da bis zur Wattenscheider Straße und weiter zum geplanten „Westkreuz" zur Autobahn (A 44) aufzustufen und dort mit der A 40 zu verbinden. Während der Vorbereitung für das eingeleitete Planfeststellungsverfahren erbrachte ein Bodengutachten Hinweise auf Lockermassen unter dem Nordhausenring. Der Landesbetrieb entschloss sich daraufhin, die Erkundungs- und Sicherungsarbeiten unter dem Außenring einzuleiten, der eine Landesstraße (L 705) ist. Für den Abschnitt Königsallee - Wattenscheider Straße ließ sie seinerzeit die Stadt als Baulastträger ausführen.

Es gab mehr Hohlräume als vermutet, verursacht vom frühen oberflächennahen Steinkohlenbergbau seit Beginn des 18. Jahrhunderts, aber auch von „wilder" Kohlengräberei. „Wir kennen jetzt alle Flöze und die in ihnen vorhandenen Hohlräume und Lockermassen," berichtet Projektleiter Otto Seegatz. Zu 50 Kilometern summieren sich die Bohrungen, die meisten in 30 Meter Tiefe reichend. Sechs Kilometer Bohrlänge sind noch erforderlich. Zum Vergleich: Ende Januar waren 556 Meter Kernbohrungen und 23 588 Meter Verfüll- und Verpressbohrungen erreicht. Bis dahin schluckten die Löcher 700 Tonnen Verfüllmaterial - und durstig sind die anderen immer noch. Mit den für die Arbeiten veranschlagten 2,08 Millionen Euro wird er nicht auskommen, weiß der Landesbetrieb.

Siegfried Gusek

Ruhr Nachrichten, 4. Mai 2002

 

 


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