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Ruhr Nachrichten vom 03.03.2010, auf der Homepage seit dem 03.03.2010

„Showdown“ für den DüBoDo-Kampf

Bürger wehren sich gegen A40-Ausbau

Bochum„Die Bochumer Krebstoten grüßen die DüBoDo.“ So begann Montagabend eine Bürgerversammlung der Bürgerinitiative Bochum gegen die DüBoDo.

Auch nach zwölfjährigem Kampf gegen die Baumaßnahmen des Verkehrsministeriums sind die Pläne für die so genannte „Bochumer Lösung“ immer noch keine Lösung, sondern ein großes Problem für die 65 000 Menschen, die das Gebiet längs des Außenrings ihr Zuhause nennen. „Wir halten unseren Widerstand nach wie vor aufrecht - wir nähern uns aber leider dem Showdown durch das richterliche Urteil“, sagt Martin Lensing, Mitglied der Bürgerinitiative.

13 Bürger hatten Klage gegen den sechsspurigen Ausbau der A40 erhoben. Sie wurde bereits vom Oberverwaltungsgericht Münster abgewiesen; die gegen das Westkreuz ist noch nicht entschieden. Die dritte Klage gegen den Bau des DüBoDo-Teilstücks „Querspange“ ging direkt zum Bundesverwaltungsgericht. „Wir erwarten hier einen erfolgreicheren Ausgang, da hier wirklich Grundstücke aufgegeben werden müssten“, so Wolfgang Czapracki-Mohnhaupt, Sprecher der Bürgerinitiative.

Verkehrsprognose

Doch der Arger über dieses Projekt bleibt konstant, nicht nur wegen den fehlenden Maßnahmen gegen Lärm und Schadstoffe, sondern auch wegen der kürzlich nachgeschobenen Verkehrsprognose für das Jahr 2025, die von ganz anderen Zahlen spricht als ihre Vorgänger. „Nun zeigt sich das, was wir immer gesagt haben: Der Außenring wird um 51 Prozent überlastet sein. Mit dieser Prognose wird die Bevölkerung regelrecht verarscht“, sagt Eckhard Stratmann-Mertens, auch Sprecher der Bürgerinitiative. « stm

Die Bochumer Lösung

Die „Bochumer Lösung“ bedeutet, dass aufgrund der hohen Verkehrsbelastung auf der A40 der Verkehr am Westkreuz/Abfahrt Stahlhausen auf den Bochumer Außenring umgeleitet und ab dem Opel-Ring ein zusätzlicher Bogen südlich des Opel-Werks bis zur Anschlussstelle Wittener Straße/A44 gezogen werden soll.

Ruhr Nachrichten, 3. März 2010


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