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Basler Zeitung online vom 26.05.2004, auf der Homepage seit dem 26.05.2004

Tausende Tote durch Luftverschmutzung in Frankreich

Paris. AP/BaZ. Die Luftverschmutzung ist nach einer Untersuchung der Französischen Agentur für Umweltsicherheit (Afsse) für jährlich mehr als 5000 Todesfälle in Frankreich verantwortlich. Die schlechte Luft vor allem in den Städten sei die Ursache von 6 bis 11 Prozent der Lungenkrebstoten, heisst es in einer als Arbeitsdokument deklarierten Studie. Das sind zwischen 347 und 1713 Fälle. Zudem seien etwa 7 Prozent (4876) der tödlich verlaufenden Herz-Atmungs-Krankheiten auf schlechte Luft zurückzuführen.

Das Nachrichtenmagazin «Le Point» berichtete am Donnerstag, die Hälfte der gefährlichen Partikel stamme aus dem Strassenverkehr. So habe ein Pariser ein um acht Prozent grösseres Risiko, an Lungenkrebs zu erkranken, als ein Bewohner des Zentralmassivs.

«Le Point» schrieb weiter, die für Anfang des Monats geplante Veröffentlichung der Studie sei vom Amt des Premierministers und dem Umweltministerium verschoben worden, weil sie für die Autolobby unbequem sei. Volkswirtschaftlich verursache jeder von der Luftverschmutzung verursachte Todesfall Kosten von 900'000 Euro. Der Autoverkehr verursache höhere Schäden als die Einnahmen durch Strassenmautgebühren und Mineralölsteuern, zitierte das Nachrichtenmagazin aus der Untersuchung.

im Original: Französische Agentur für Umweltsicherheit (afsse)

Basler Zeitung online, 26. Mai 2004

 

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