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Info-Flugblatt vom 16.02.2002, auf der Homepage seit dem 16.02.2002

Überschrift

Krank durch Lärm

 

 

 

der Weiterbau der DüBoDo/A44

oder auch

„Bochumer Lösung“ genannt

erzeugt

große Gesundheitsrisiken

 

 

 

 

hier die neuesten Informationen

 

 

 

 

 

 

·        Ca.65 % der Gesamtbevölkerung erleben den Verkehrslärm in ihrem Umfeld als Belästigung.

 

·        Lärmeinfluss wird individuell, persönlich verarbeitet. Die schädigende Wirkung von Lärm setzt sich somit aus der Lärmquelle (Lärm durch Straßenverkehr), die emotionale Reaktion, die durch den Lärm hervorgerufen wird und die individuelle, persönliche Bedeutung  zusammen .   

 

·        Die Lärmwirkung ist auch abhängig vom persönlichen Gesundheitszustand, dem Lebensalter, der besonderen Lebensphase (z. B. Kindheit, Krankheit, Alter u. a.) und vor allem von den Tages-/Nachtrhythmen. Im Nachtbereich ist beispielsweise die Sensibilitätsgrenze gegenüber Lärm sehr stark verringert. Lärm wirkt sich also besonders schädigend aus.

 

·        Es gibt  4 Arten von Gesundheitsrisiken durch Lärm:

 

Hörminderung, vegetativ-hormonelle Beanspruchung/Stress, Belästigung, Schlafstörung

 

Eine zentrale Bedeutung kommt der Belästigung bei, die sich z. B. durch Unwohlsein,

Angst, Bedrohung, Ärger, Ungewissheit, eingeschränktes Freiheitserleben, Erregbarkeit und Wehrlosigkeit ausdrückt. Diese führt zu einer stark ausgeprägten Aktivierung/Erregung  physiologischer Prozesse und funktioneller Abläufe. Hier ein Beispiel: Die Untersuchung von männlichen Arbeitern in Bezug auf Herz-/Kreislauferkrankungen hat gezeigt, dass bei gleicher Ausgangslage Transportarbeiter (weniger Lärm ausgesetzt) nach 6 Jahren 6 % an Herz-/Kreislauferkrankungen aufwiesen, während Lärmarbeiter 31 % aufwiesen. Nach 13,5 Jahren waren 16 % der Transportarbeiter krank, aber 81 % der Lärmarbeiter.

 

·        Krankmachende Prozesse, die durch Lärmeinfluss bedingt sind, zeigen sich mit einem organischen Befund aber erst nach ca. 7 – 11 Jahren.

 

Funktionelle und psychische Störungen/Schädigungen sind vor allem in den ersten Jahre der Schädigung objektiv schwer erkennbar. Man ist gerade in dieser Zeit, im besonderen Maße, auf die Aussagen der Menschen/Patienten angewiesen. Die Menschen, die vom krankmachenden Verkehrslärm der sog. „Bochumer Lösung“ betroffen sein werden, werden aber bei der Planung nicht hinreichend und ernsthaft genug angehört. Hinzu kommt, dass viele sich erst dann beklagen und melden werden, wenn sie durch den Lärm belästigt werden. Aber dann ist es zu spät. Dann ist die Autobahn gebaut.

 

·        Der schädigende Einfluss von Lärm vervielfacht sich im Zusammenwirken mit anderen Stressfaktoren (z. B. Luftverschmutzung, psychosozialer Stress u. a.).

 

·        Die geplanten Lärmschutzwälle sind einerseits  viel zu niedrig um den Verkehrslärm  wirksam einzudämmen. Andererseits sind an verschiedenen Bereichen des neuen Teilstücks der DüBoDo überhaupt keine Lärmschutzmaßnahmen vorgesehen. Hierdurch wird die schädigende Lärmwirkung bis in die Wohngebiete von Querenburg, Wiemelhausen, Weitmar und Altenbochum getragen. Aufgrund der Lärmentwicklung hinter den Lärmschutzwällen ist belegbar, daß der Lärm in einem größeren Abstand von der Trasse sogar höher sein wird als direkt hinter dem Lärmschutzwall an der Trasse.

 

V.i.S.d.P.: Ulrich Sollmann, Höfestr. 87, 44801 Bochum

                  BI Bochum gegen die DüBoDo


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