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Pressemitteilung vom 15.10.2003, auf der Homepage seit dem 20.10.2003

Pressemitteilung vom 15.10.2003

Lärmschutz am Außenring durch Deponiewall ?

In der Ratssitzung am 16.10.2003 wird die Verwaltung der Stadt Bochum dem Rat einen Zwischenbericht zur geplanten “Aufstufung des Außenrings zur Bundesautobahn” vorlegen. Zu diesem Zwischenbericht erklärt Eckhard Stratmann-Mertens, Sprecher der BI:

Es ist unbestritten, dass der Außenring durch die geplante Anbindung an die A 40 und die A 44/DüBoDo-Querspange erheblich mehr Verkehr aufnehmen wird, nämlich eine Mehrbelastung gegenüber 1995 von 25.000 bis 45.000 Kfz/Tag (je nach Streckenabschnitt).

Um die Anwohner vor dem zusätzlichen Verkehr zu schützen, denkt die Verwaltung lediglich an Lärmschutzmaßnahmen im Bereich Königsallee – Universitätsstraße. Obwohl z.B. der Bereich Goldhamme-Siedlung in Wattenscheid mit gleich viel Verkehr und Lärm belastet sein würde (88.000 Kfz/Tag), werden für diesen und andere Streckenabschnitte keine Lärmschutzüberlegungen angestellt. Es bleibt unerfindlich, warum die AnwohnerInnen des Bochumer Südens mehr Lärmschutz erhalten sollen als diejenigen in Wattenscheid.

Der Lärmschutz  am Außenring in Höhe Königsallee/Unistraße soll durch eine Erhöhung des Walls auf der Südseite erfolgen, und zwar auch nur dann, wenn er “kostenneutral” durchgeführt werden kann. Dies sei –laut Zwischenbericht- nur möglich, wenn die Aufschüttung durch die Verwendung von schadstoff-belastetem Bodenaushub erfolge. Hier soll also ein billiger Lärmschutz realisiert werden durch die Anlage eines siedlungsnahen Deponiewalles.

Während die zusätzliche Verkehrbelastung am Außenring zumindest zu eingeschränkten Überlegungen zum Lärmschutz Anlass gibt, bleibt die drohende Gesundheitsgefährdung für die AnwohnerInnen durch die Schadstoffbelastung, insb. durch Feinstäube, völlig außer Acht. Dies verwundert umso mehr, als die Planfeststellungsverfahren für alle Abschnitte der sog. Bochumer Lösung derzeit wegen dieser ungelösten Problematik ins Stocken geraten sind.

Die Bürgerintiative Bochum gegen die DüBoDo erwartet mit Spannung vom Rat der Stadt Bochum Auskunft, wie er für die AnwohnerInnen des Außenrings das unteilte Grundrecht auf körperliche Unversehrheit gewährleisten will.

 


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