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Pressemitteilung vom 14.05.2003, auf der Homepage seit dem 15.05.2003

Pressemitteilung vom 14. 05. 2003

Streichung der DüBoDo Bochum –Velbert: Teilerfolg auf Zeit

Für die Bürgerinitiative Bochum gegen die DüBoDo erklärt Wolfgang Czapracki-Mohnhaupt als Sprecher:

Die rot-grünen Verhandlungen in Düsseldorf zu den zum Bundesverkehrswegeplan 2003 (BVWP 2003) anzumeldenden Straßenbauvorhaben haben ergeben, dass für das seit Jahrzehnten heftigst umstrittene DüBoDo-Teilstück von Bochum nach Velbert „kein Bedarf“ besteht. Folgt das Bundesverkehrsministerium diesem Vorschlag, wird eines der umstrittensten Autobahnteilstücke in NRW erstmals nicht mehr im aktuellen BVWP enthalten sein.

  1. Die Bürgerinitiative Bochum gegen die DüBoDo ordnet eine eventuelle Streichung des DüBoDo-Teilstücks zwischen Bochum und Velbert als Teilerfolg in ihrem seit Jahrzehnten andauernden Widerstand gegen das Gesamtprojekt ein. 

Gegen die Aufnahme von DüBoDo-Teilstücken in den BVWP 2003 hat sich die Bürgerinitiative rechtzeitig zu Wort gemeldet. Landesverkehrsminister Horstmann konnte sich auf dem IHK-Verkehrsgipfel im März 2003 einen persönlichen Eindruck von dem entschiedenen Widerstand der Bürgerinitiative gegen jedes einzelne DüBoDo-Teilstück sowie die einzelnen Maßnahmen der sog. “Bochumer Lösung“ machen.

  1. Eine Streichung des Teilstücks im BVWP 2003 kann eine Wiederaufnahme der DüBoDo-Planung zwischen Bochum und Velbert nicht auf Dauer verhindern.

Der DüBoDo-Durchbau wird durch aktuelle Straßenplanungen bereits vorprogrammiert. 

Nach der NRW-Stellungnahme sollen im im BVWP 2003 weitere DüBoDo-Teilstücke im Bereich Ratingen /Velbert im „vordringlichen Bedarf“ ausgewiesen werden.

Durch die Maßnahmen der sog. „Bochumer Lösung“ soll unter Einbeziehung des Bochumer Außenrings der DüBoDo/A44-Weiterbau aus der anderen Richtung bis in den Bochumer Süden vorangetrieben werden.

Ein Lückenschluss wäre nach Umsetzung dieser Teilstücke dann nur noch in dem Bereich zwischen dem Bochumer Außenring und Velbert/Essen erforderlich.

Der Ruf nach gerade diesem Lückenschluss ist bei Umsetzung der Maßnahmen der sog. „Bochumer Lösung“ aber bereits vorprogrammiert.

Nach den Angaben von IVV Aachen würden bei Umsetzung der Maßnahmen der sog. „Bochumer Lösung“ mehr als 50 % des Außenrings überlastet, d.h. staugefährdet sein.

Ist der Außenring aber erst einmal überlastet, wird der DüBoDo-Durchbau bis Velbert als „Lösung“ für die dann bestehenden Bochumer Verkehrsprobleme angeboten werden.

Eine jederzeit mögliche Wiederaufnahme dieses DüBoDo-Teilstücks in einen zukünftigen BVWP ist damit vorprogrammiert.

  1. Selbst ein aufgrund kommunaler Überplanung durchgeführter Überbau der Trasse im Bochumer Süden schützt nicht vor einer erneuten Straßenplanung, erschwert diese lediglich.

Für den Bau der Bochumer „Westtangente“ wurden noch in den 80er Jahren mehr als 150 Wohnungen im "Heusner-Viertel“ abgerissen.


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