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Flugblatt zum "Verkehrsgipfel" im Bochum am 04.03.2003, auf der Homepage seit dem 09.03.2003

Bürgerinitiative Bochum gegen die DüBoDo

IHK lässt die „närrischen Tage“ mit Verkehrsgipfel ausklingen

In einem in der Karnevalszeit aufgelegten Impulspapier „Das Ruhrgebiet – Verkehrsinfrastruktur auf dem Prüfstand“ fordert die IHK zur Bewältigung des Verkehrsaufkommens im Ruhrgebiet den 6- bis 8-streifigen Ausbau des Autobahnnetzes.

Sie reagiert damit auf lange bekannte Probleme mit Rezepten, deren Unwirksamkeit bereits erwiesen ist: Straßenneubau zieht ebenso wie Straßenausbau neuen Verkehr an, der gepriesene Mobilitätszuwachs bleibt erneut im Stau stecken. Bestätigt wird dies u.a. durch ein für die so genannte “Bochumer Lösung“ eingeholtes Verkehrsgutachten, nach dem bei Umsetzung von A-40 Ausbau, Westkreuz-Bau und A44/DüBoDo-Weiterbau der in die Gesamtkonzeption einbezogenen Bochumer Außenring bis zu 50,5 % überlastet und Stau vorprogrammiert wird.

Angesichts dieser Tatsache fragt man sich, ob das IHK-Papier nicht eher als ein Beitrag zum derzeitigen „närrischen Treiben“ gedacht war.

Die Erklärung der IHK zur Gleichberechtigung sämtlicher Verkehrsträger und insbesondere zum gleichzeitigen Ausbau des Systems Schiene erscheint angesichts des Fehlens jeder Konkretisierung als bloßes Lippenbekenntnis.

Intelligente Lösungsansätze sind nur zu verwirklichen, wenn die Bevorzugung des Systems Straße aufgeben wird.

Geradezu als Karnevalsscherz muss es erscheinen, wenn die Maßnahmen der so genannten „Bochumer-Lösung“ in dem Impulspapier als so gut wie realisiert angesehen werden und deshalb aus der Diskussion herausgehalten werden sollen.

Für keine der Einzelmaßnahmen besteht Planungsrecht. Die bereits eingeleiteten Planfeststellungsverfahren sind infolge gesetzgeberisch verschärfter Umweltstandards ins Stocken geraten.

Zum Ausklang der „närrischen Tage“ sucht die IHK jetzt auf dem Verkehrsgipfel für ihre rückwärtsgewandten und realitätsfernen Lösungsansätze den Schulterschluss mit der Politik.

Dabei berücksichtigt sie nicht die tatsächlichen Umstände, in denen Menschen in Ballungsräumen wie dem Ruhrgebiet leben müssen. Die bestehende Schadstoffbelastung hat das erträgliche Maß bereits heute überschritten. Die bisher von der Planungsbehörde für den A 40-Ausbau in Wattenscheid zur dortigen Vorbelastung vorgelegten Zahlen belegen nämlich Grenzwertüberschreitungen bei den Schadstoffen Benzol, Blei, Stickstoffdioxid und Feinstäuben.

Am Aschermittwoch ist es hoffentlich auch mit den verkehrspolitischen Forderungen der IHK vorbei.

v.i.S.d.P.: Wolfgang Czapracki-Mohnhaupt, Schadowstr.12, 44801 Bochum (Sprecher BI Bochum gegen DüBoDo)


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