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Pressemitteilung vom 01.03.2002, auf der Homepage seit dem 04.03.2002

Pressemitteilung vom 01.03.2002

Vorgeschmack auf Folgen der „Bochumer-"Schein"-Lösung“

Für die Bürgerinitiative Bochum gegen die DüBoDo erklärt Wolfgang Czapracki-Mohnhaupt als Sprecher:

Am 28.02.2002 musste der Bochumer Außenring zwischen Königsallee und Opel für Stunden gesperrt werden, weil bei Bohrarbeiten eine Gasleitung getroffen worden war. Die Folge waren nicht nur Staus vor den Abfahrten des Außenrings. Auch die Stadtstraßen in den angrenzenden Stadtteilen waren überlastet. So staute sich in den Mittagsstunden im Kreuzungsbereich Markstr./Königsallee immer noch der Verkehr.

Der von dem als innerstädtische Entlastungsstraße konzipierten Außenring ferngehaltene Verkehr suchte sich offensichtlich seinen Weg durch die angrenzenden Stadtteile. 

Damit wurde am Tag nach der von der Bürgerinitiative gegen die DüBoDo veranstalteten Bürgerinformation zur Planung des A44/DüBoDo-Weiterbaus den betroffenen BürgerInnen entlang des Außenrings drastisch vor Augen geführt, was sie bei Umsetzung der einzelnen Maßnahmen der sog. “Bochumer Lösung“ ( DüBoDo-Teilstück “Querspange“, “Westkreuz“, A40-Ausbau) tatsächlich erwartet.

Die Ingenieurgruppe IVV-Aachen hat bereits im Dezember 1996 im Auftrage des damaligen Landesverkehrsministers Clement für den Fall der Umsetzung der sog.“ Bochumer Lösung“ auf dem Außenring eine Verkehrszunahme in Teilbereichen von bis zu 60% prognostiziert. Für den Abschnitt zwischen Uni-Str. und Opel-Ring werden in dem aktuellen Erläuterungsbericht für den A44/DüBoDo-Weiterbau sogar 93.000 Kfz/Werktag prognostiziert.

Nach den Angaben von IVV-Aachen würden bei Umsetzung der einzelnen Maßnahmen der sog. „Bochumer Lösung“ 50,5% des Außenrings überlastet, d.h. staugefährdet sein.

Damit ist der „Verkehrskollaps“ für den Außenring und – wie die gestrige teilweise Sperrung des Außenrings deutlich gemacht hat - eine Überlastung der Straßen in den angrenzenden Stadtteilen vorprogrammiert.

Die Paket-Planung zum DüBoDo-Weiterbau, Westkreuz-Bau und A40-Ausbau erweist sich somit als „Bochumer-"Schein"-Lösung“.

Ist der Außenring aber erst einmal überlastet, wird der DüBoDo-Durchbau durch den Bochumer Süden bis nach Velbert als „Lösung“ für die dann bestehenden, aber bereits in der heutigen Planung vorprogrammierten Bochumer Verkehrsprobleme angeboten werden.

Schließlich ist mit dem Stau auf der A40 und dem vom IVV Aachen festgestellten Überlastungsanteils von 52 % des gesamten Bochumer Autobahnnetzes einmal das Erfordernis für den Bau der Maßnahmen der sog. “Bochumer Lösung“ begründet worden.



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